Fotomarathon Hamburg 2013: 12 Stunden, 24 Bilder, einige Kaltgetränke und 1 Sonnenbrand

Wie schon 2012 bin ich auch gestern wieder beim Fotomarathon Hamburg an den Start gegangen. Oberstes Ziel diesmal: Ruhe bewahren und nicht so stressen lassen. Gestartet sind wir in der Nähe des Fischmarkts, wo ich mich mit Michael zu einem Kaltgetränk an den Stationen verabredet habe.
Nach Erhalt des Themas „Im Wandel der Zeit“ habe ich mich erstmal hingesetzt und mir überlegt, wie ich das Thema grundlegend angehen will. Und dann habe ich auf kreative Einfälle zum ersten Unterthema „Alles wird gut“ gewartet. Und gewartet. Und gewartet. Beim Rumschlendern um den Fischmarkt bin ich dann über den  Rettungsring gestolpert und hatte das erste Bild nach knapp einer Stunde im Kasten. Wenn das so weitergeht, bin ich ja schon am Sonntag um 10 Uhr fertig :-(. Ach ja, und die Ruhe war dann auch schon weg. Als Portraitfotograf kreativ auf der Straße unter Zeitdruck unterwegs zu sein, ist was gaaanz anderes. Aber spannend!
Dann hatte ich glücklicherweise einen Lauf und habe die nächsten 7 Motive in 2,5 Stunden abgefrühstückt.
Ein großer Fehler war noch, am Wochenende bei gutem Wetter an die Landungsbrücken zu gehen. Es sei denn, man steht auf Menschenmengen. Da bin ich dann aber glücklicherweise über den folgenden Schnappschuss zum Thema "Im Fluss" gefallen. Glück gehört auch dazu!
An der ersten Zwischenstation wurde wir mit frischen Themen versorgt und ich habe bei Kaltgetränk und Currywurst-Pommes mit Michael über die erste Etappe philosophiert. Mit gehetztem, angestrengtem Blick haben wir festgestellt, dass die Gemütsruhe schon früh dem Wettkampf zum Opfer gefallen ist ;-).
Die drei Themen "Neuanfang, Evolution und Generationenwechsel" haben mich dann an den Rand der Verzweiflung getrieben. Ein verzweifelter Anruf (Telefonjoker) bei meiner besseren Hälfte Dani hat mich glücklicherweise gerettet. Dani ist Bauingenieurin. Sieht man das an den Bildern :-)?
Dann war es aber schon wieder 16:30 Uhr und für die nächsten fünf Bilder waren noch maximal 2 Stunden Zeit. Auf einer langen Fahrradtour von der Innenstadt zur zweiten Station in Eppendorf sind dann die nächsten 5 Bilder in 1,5 Stunden entstanden. Massiver Zeitdruck macht zwar nicht kreativer, aber weniger anspruchsvoll gegenüber den entstandenen Bildern :-).
Um 18 Uhr war ich an der zweiten Station: es gab frische Themen, ein Treffen mit Michael, ein Kaltgetränk und wachsende Erschöpfung. ENDSPURT! Die Bilder sind wieder auf einer langen Radtour von Eppendorf nach Barmbek zum Museum der Arbeit entstanden. Diesmal hatte ich keine (Neu-)Startschwierigkeiten und die Bilder gingen recht zügig von der Hand.
Gegen 20:15 Uhr bin ich am Ziel angekommen, aber es fehlten noch die letzten beiden Bilder. Für die bin ich dann eine dreiviertel Stunde rumgeschlendert und mindestens 50 anderen Teilnehmern begegnet, die genauso wie ich nach den letzten Ideen gesucht haben.
Von 21 bis 21:54 Uhr habe ich dann mit dem Auswählen der Bilder verbracht, was meinen Adrenalinspiegel nochmal ordentlich in die Höhe getrieben hat. Notiz an mich: nächstes Jahr wähle ich das Bild sofort nach der Aufnahme aus! Nach der Abgabe der Bilder sind Michael und ich noch zum (na ratet mal, ja richtig) Kaltgetränk und Essen in der T.R.U.D.E. geblieben.
Mein Oberziel "Ruhe bewahren" war schon vor dem ersten Bild unerreichbar, aber es hat wieder viel Spaß gemacht. Die Organisation war wieder perfekt: einen Dank an das Organisationsteam! Mit einigen meiner Bilder bin ich recht zufrieden, aber einige sind aus meiner Sicht auch echt bescheiden. Aber da hat ja jeder eine andere Meinung, die ihr gerne als Kommentar hinterlassen könnt.
Ach ja, es fehlt noch der Sonnenbrand. Meine Frau hat sich heute Morgen schlapp gelacht, als sie mich gesehen hat. Ein Bild erspare ich euch :-).