Einzelcoaching bei Antje Kröger

Anfang November war ich bei einem Einzelcoaching bei Antje Kröger in Berlin, auf das ich mich schon lange gefreut habe. Ich wollte unbedingt noch mehr darüber erfahren, wie Antje fotografiert und von ihr lernen. Als Modell hat Alexandra mitgewirkt, die mich mit ihrer Ausdruckskraft und Wandlungsfähigkeit begeistert hat.

Als Erstes hat Antje fotografiert und ich habe ihre Art zu fotografieren näher kennengelernt. Auf Basis eines vorbereiteten Kurz-Konzepts führte Antje unser Modell Alexandra mit Hilfe einer Geschichte durch das Shooting. Die Geschichte hat die Gefühle und den Ausdruck transportiert, die sie im Bild sehen will. Das Lichtsetup bestand dabei nur aus simplem Fensterlicht. Sie hat mir dabei erklärt, wie sie vorgeht. Antjes Art zu fotografieren und mit dem Modell umzugehen ist wirklich außergewöhnlich. Sie strahlt eine ungeheure Ruhe aus und drückt nur sehr selten auf den Auslöser.

Im zweiten Teil habe ich auf Basis einer mit Antje entwickelten Geschichte ein Shooting mit Alexandra gemacht. Ich hatte lediglich das Wort „Abwesend“ mitgebracht, das wir dann gemeinsam diskutiert und weiter auf „geistig abwesend“ reduziert haben. Zum Abschluss des Coachings haben wir die gerade entstandenen Bilder besprochen.

Während unserer Session habe ich wahnsinnig viel für mich mitgenommen. Hier nur ein paar Beispiele. Ich werde in Zukunft…

  • …noch mehr Wert auf den Umgang mit dem Modell legen.
  • …auf Emotionen im Bild achten, die Portraits erst die Ausdruckskraft verleihen, die ich haben will.
  • …das technische Setup so einfach wie möglich halten, um nicht vom Menschen abgelenkt zu werden.
  • …auf die geometrischen Formen im Bild achten.
  • …das Bild im Sucher bewusster komponieren.
  • …mit einer vorbereiten Geschichte und Anweisungen an das Modell in einem Shooting in einen Flow zu kommen, der uns durch die Geschichte treibt.

An jedem dieser Punkte kann man lange arbeiten. Ich freu mich drauf!!! Bevor ich die Bilder zeige, hier noch ein Zitat von Antje aus der Session: „Ein technisch schlechtes Bild mit Emotionen ist besser als ein technisch perfektes Bild ohne Emotionen.“