Workshop „Kreatives Sehen“ bei Antje Kröger

Endlich konnte ich den Workshop „Kreatives Sehen“ von Antje Kröger in Hamburg besuchen, auf den ich mich schon lange gefreut habe. Stefan Bäsmann hat dazu sein Studio Barmbek zur Verfügung gestellt und hat auch selbst am Workshop teilgenommen. Da ich mich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit dem Themen Bildidee und -komposition befassen will, kam der Workshop wie gerufen.

Angefangen haben wir mit einer Übung zur Kreativität, bei der wir aus einem zufälligen Thema eine Bildidee entwickelt haben. Der zweite Teil des Workshops bestand aus einer Bildkritik unserer zwei besten Bilder, die wir zum Workshop mitbringen sollten. Wertvolle Bildkritik kommt für mich von Leuten, die ich persönlich kenne und/oder einschätzen kann. Die Kritiken von Antje und Stefan waren hart aber herzlich. Während mein erstes Bild gut weggekommen ist, wurde das zweite ziemlich zerrissen: „…erzählt keine Geschichte, Stange geht durch den Körper des Models, zuviele Waagerechten im Bild, unklarer Vordergrund…“.

Der praktische Teil wurde von Antje gestartet, die wir beim Fotografieren unseres Models Marlene beobachtet haben. Antjes Fotografierstil hat mich nachhaltig beeindruckt, weil sie in Ruhe das Bild gestaltet und erst dann auf den Auslöser drückt. Dabei steht das Model nicht beschäftigungslos herum, sondern Antje probiert sehr viele Posen, Blicke und Ideen aus, bevor sie abdrückt.

Ich habe mich für den Spiegel als Accessoire entscheiden. Beim Shooting hat mich Antje unterstützt und die meisten kreativen Ideen kamen von ihr :-).

Auch nach dem Shooting haben wir Feedback von Antje bekommen. Der Hauptkritikpunkt an meinem Shooting war dann das Dauerfeuer, das ich zwischendurch eingesetzt habe, um eine Auswahl von Bildern einer Kopfdrehung zu bekommen. Im Nachhinein habe ich mich gefragt: Warum brauche ich das Dauerfeuer? Die ehrliche und entblößende Antwort ist, dass ich mir nicht vorher die beste Kopfposition aussuche, sondern durch das Dauerfeuer die Auswahl auf später verschiebe. Noch ehrlicher gebe ich zu, dass ich nicht das Bild im Sucher gestalte, sondern viel ausprobiere und mich darauf verlasse, dass eine Position die Richtige war.

Antje hat bei der kreativen Gestaltung tatkräftig mitangepackt, während Stefan auch mal als Lichtassi geholfen hat. Jeder der fünf Teilnehmer war mal beim Shooting an der Reihe. Ole zeigt hier die Grundposition des Fotospagats :-).

Ich danke den beiden für den tollen Workshop!